Zitiert aus  dem Buch: Wie Bill es sieht

24. Mai
Blindes Vertrauen

Es steht fest, dass dort, wo keine Liebe ist, auch kein Vertrauen sein kann. Wo Misstrauen herrscht, kann es keine wirkliche Liebe geben.

Aber Vertrauen entbindet uns nicht von der Notwendigkeit, die Beweggründe des Handelns bei uns und anderen zu untersuchen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir sollten ganz sicher bei jeder Person, der wir vertrauen, gute und schlechte Eigenschaften abwägen können. Durch solch eine Einschätzung wird der Grad des Vertrauens bestimmt, der sich entsprechend der Situation erweitern kann.

Die Einschätzung muss jedoch mit Verständnis und Liebe gemacht werden. Nichts kann unser Urteilsvermögen mehr beeinträchtigen als negative Gefühle, wie Argwohn, Eifersucht und Groll.

Wenn wir jemanden unser Vertrauen geschenkt haben, sollten wir ihn unserer vollen Unterstützung versichern. Gerade deshalb wird er häufig sehr positiv darauf reagieren, jedenfalls weit über unsere Erwartung hinaus.

Auszüge aus den Schriften des Mitbegründers der Anonymen Alkoholiker

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