12. März
Die meisten von uns leben neunundfünfzig Minuten von einer Stunde in der
Vergangenheit, hängen früheren Freuden nach oder haben begangene Fehler noch
immer nicht überwunden… Oder aber sie leben nur in der Zukunft, die sie sich
herrlich oder schrecklich ausmalen. (Storm Jamerson)
Neigen wir nicht auch dazu, mit dem Gespenst Vergangenheit oder Zukunft durchs
Leben zu gehen? Statt uns auf die gegenwärtigen Ereignisse zu konzentrieren,
schweifen unsere Gedanken immer wieder ab in die Vergangenheit, zu Dingen, die
wir versäumt haben oder die wir uns von der Zukunft erträumen.
Solange wir so durchs Leben gehen, werden wir unendlich viel Zeit versäumen. Und
wir werden die Gegenwart nicht dazu nutzen, um Erfahrungen zu sammeln,
zuzuhören, zu lernen, zu planen und zu wachsen.
Das Gespenst Vergangenheit oder Zukunft dienst uns als Krücke, auf die wir uns
stützen, wenn wir zu schwach sind, uns auf unsere eigene Kraft zu verlassen.
Aber wir können stark sein; wir müssen nur lernen, uns auf uns selbst zu
verlassen, auf Gott und auf unsere Mitmenschen.
Ich möchte jede Minute bewusst erleben, ohne dass meine Gedanken der
Vergangenheit nachhängen oder in die Zukunft gerichtet sind.