19. Februar

Wer ein "Wofür" im Leben hat, der kann fast jedes "Wie" ertragen. Nietzsche

Der Sinn des Lebens lässt sich nicht konkret definieren. Er verändert sich in unseren verschiedenen Lebensphasen. Oft plagen uns Zweifel gerade dann besonders stark, wenn wir uns an der Schwelle zu einer neuen Lebensphase befinden.
Als wir abhängig waren, schien unser Leben jeden Sinn verloren zu haben. Wir fragten uns wiederholt: "Was soll das alles?" und "Gibt es überhaupt irgend etwas von Bedeutung?"

Eine Antwort auf das "Wofür" erhalten wir, wenn wir aktiv an der Fülle des Lebens teilnehmen. Wir sind Söhne, Ehemänner, Brüder und Freunde bestimmter Menschen. Dieser Gedanke lässt sich auf die gesamte Schöpfung ausdehnen. Die Sinnfrage stellt sich neu, wenn unsere Lebensumstände sich ändern.

Zum Beispiel, wenn wir heiraten und uns fragen: "Was jetzt?" Wenn ein Kind auf die Welt kommt, ein Elternteil stirbt oder wir selbst mit einer Behinderung fertig werden müssen, stellt sich uns die Sinnfrage jedes Mal neu.

Wenn wir unseren Gefühlspanzer ablegen und mit der Welt in Kontakt bleiben, wird uns der Sinn des Lebens bewusst.

Ich bete darum, mich den wechselnden Phasen in meinem Leben  anpassen und mich für die Wandlungen meines Lebenssinns öffnen zu können.